Glossar

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Agility
Hundesportart, bei der die Tiere einen Hindernisparcours auf Zeit absolvieren müssen.

Akrale Leckdermatitis
Hautentzündung an den Pfoten, die durch ständiges Lecken verursacht oder aufrechterhalten wird.

Allergie
Mit Allergie bezeichnet man eine krankhaft übersteigerte Reaktionsbereitschaft des körpereigenen Abwehrsystems. Bei einer Allergie reagiert das körpereigene Abwehrsystem auf normalerweise harmlose aber körperfremde Substanzen, wie z. B. Pflanzenpollen oder Fleischeiweiß, als wären sie gefährliche Krankheitserreger. Die ursprünglich harmlosen aber allergieauslösenden Stoffe nennt man Allergene. Eine Allergie kann zu verschiedenen Krankheitssymptomen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock führen.

Antikörper
Körpereigener Abwehrstoff aus Eiweiß, der von weißen Blutkörperchen für jeweils einen bestimmten Krankheitserreger, beziehungsweise für einen spezifischen (bestimmten) Teil des Erregers, das Antigen, maßgefertigt wird. Man bezeichnet Antikörper auch als Immunglobuline (Ig) und unterscheidet verschiedene Klassen: IgA, IgD, IgE, IgG und IgM. Die Spezifität der Antikörper macht man sich in der Diagnostik zunutze. So kann man über den Nachweis spezifischer Antikörper im Blut eines Patienten feststellen, ob dieser Kontakt mit einem speziellen Krankheitserreger hatte.

Aspartataminotransferase (AST)
Enzym im Zuckerstoffwechsel. Ein Anstieg der AST kann auf eine Lebererkrankung hindeuten.

Atopie / Atopische Dermatitis
Von griech. atopia: Ungewöhnlichkeit / Seltsamkeit, zusammenfassende Bezeichnung für verschiedene Allergien vom Typ I. Kennzeichnend für die Atopie ist die Beteiligung von allergenspezifische IgE-Antikörpern. Beim Hund handelt es sich meist um eine atopische Dermatitis, also eine allergische Entzündung der Haut, die mit starkem Juckreiz verbunden ist.

Autoantikörper
Antikörper, der sich gegen körpereigene Zellen, Gewebe oder Substanzen richtet.

Babesiose
Bei der Babesiose zerstören einzellige Parasiten aus der Gruppe der Babesien die roten Blutkörperchen des Hundes. Aufgrund des ähnlichen Krankheitsbildes wird die Babesiose im Volksmund auch Hundemalaria genannt. Da die Babesien von Zecken (Vektoren) übertragen werden, gehört die Babesiose zu den Vektorenkrankheiten.

Boxenruhe
Erhebliche Bewegungseinschränkung des Tieres als Therapiemaßnahme bei schweren, insbesondere orthopädischen  Erkrankungen, Verletzungen und nach Operationen. Der Hund wird abgesehen von kurzen Gassigängen  in einem kleinen Raum oder einer Box gehalten. Raum oder Box müssen so groß sein, dass das Tier bequem stehen, ausgestreckt liegen und sich ohne Probleme drehen kann.

brachyzephal
wörtlich: kurzköpfig. Bei einigen Rassen (z. B. Mops, Englische Bulldogge usw.) züchterisch erwünschte Kopf- und Nasenform. Kurzköpfigkeit geht mit zahlreichen anatomischen Veränderungen einher, die zu gesundheitlichen Problemen führen können. Häufig kommt es durch die Verkürzung und Verengung der Atemwege zu einem brachyzephalen Atemnotsyndrom und zu Problemen bei der Thermoregulation. Darüber hinaus kann es durch die im Verhältnis zu großen Köpfe der Welpen zu Schwierigkeiten bei der Geburt kommen

Chondrodysplasie / Chondrodystrophie
Entwicklungsstörung, die zu kurzen und verformten Gliedmaßen führt, z. T. züchterisch erwünscht (beispielsweise beim Dackel, Basset, Corgi usw.)

CK
s. Kreatinkinase

Cortisol
Besser als körpereigenes Kortison bekannt. Stresshormon, das bei länger andauernden Belastungen freigesetzt wird.

Dehydroepiandrosteron (DHEA)
Vorstufe von männlichen und weiblichen Sexualhormonen.

DHEA
s. Dehydroepiandrosteron

Flohspeichelallergie (FAD)

Laut Expertenmeinung die häufigste Hautkrankheit bei Haustieren wie Hund und Katze. Allergische Reaktion auf verschiedene Inhaltsstoffe im Flohspeichel.
Figurant
Scheintäter. Helfer beim Vielseitigkeitssport. Der Figurant ist die Person, die der Hund verfolgen, stellen, verbellen und am Schuztärmel fassen soll.

Formant
Frequenzbereich, der im Stimmapparat verstärkt wird und der Stimme eines Individuums das Timbre beziehungsweise die Klangfarbe verleiht.

Gen
Erbinformation. Ein Gen codiert in der Regel für die Bildung eines ganz bestimmten Proteins bzw. einer bestimmten Eigenschaft des Organismus.

Hemilaminektomie
chirurgische Entfernung eines Teils des knöchernen Wirbelbogens. Operationsmethode beim Bandscheibenvorfall, um einerseits einen Zugang zur Bandscheibe zu erhalten und andererseits gequetschtes Rückenmark zu entlasten.

Hypothyreose
Unterfunktion der Schilddrüse, die mit einem Mangel an den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) verbunden ist.

Hypoxie
Sauerstoffmangel. Zu einem Sauerstoffmangel kann es sowohl bei Anstrengung (Sport) als auch bei krankhaften Prozessen wie zum Beispiel Duchblutungsstörungen oder Atemwegserkrankungen kommen.

Immunologische Lücke
Mit der ersten Muttermilch, dem Kolostrum, nehmen die Welpen Abwehrstoffe, die mütterlichen (maternalen) Antikörper auf. Die Aufnahme der mütterlichen Antikörper ist lebenswichtig, weil das Immunsystem der Neugeborenen noch nicht in der Lage ist, selbst Abwehrstoffe gegen Infektionen zu bilden. Solange die mütterlichen Antikörper im Blut der Welpen kursieren, sind Impfungen nicht nötig. Sie wären auch völlig wirkungslos. Denn die mütterlichen Antikörper würden den Impfstoff einfach neutralisieren.
Mit zunehmendem Alter der Welpen nimmt die Zahl der mütterlichen Antikörper ab. Schließlich sind nur noch so wenige mütterliche Abwehrstoffe im Blut des Welpen vorhanden, dass kein Schutz mehr besteht. Leider verhindern diese wenigen maternalen Antikörper aber immer noch eine gute Immunantwort auf die Impfung.
Die Zeit, in der die mütterlichen Antikörper keinen ausreichenden Schutz mehr vor Krankheitserregern bieten und gleichzeitig einen wirksamen Impfschutz verhindern, also die Hochrisikophase für eine Infektion nennt man immunologische Lücke.
Der Zeitraum der immunologischen Lücke ist nicht nur Individuum zu Individuum unterschiedlich, er wird auch von der jeweiligen Krankheit bzw. deren Erreger beeinflusst. So nimmt man an, dass die Hochrisikophase für Staupe bei einem Alter von 6 – 10 Wochen und die für Parvovirose bei einem Alter von 12 – 14 Wochen liegt.

Kastration
Entfernung der Keimdrüsen. Bei männlichen Tieren werden die Hoden und bei weiblichen Tieren die Eierstöcke entfernt.

Kognition
Der Begriff Kognition wird nicht einheitlich definiert. Im weitesten Sinne handelt es sich um die Verarbeitung von Umweltinformationen durch das Gehirn. Hierzu gehören unter anderem das Wahrnehmen, das Erkennen, das Erinnern, das Verknüpfen von Ereignissen, das Lernen, das Planen usw. Die Gleichsetzung von Kognition mit Bewusstsein wird heutzutage abgelehnt. Kognitive Prozesse können, müssen aber nicht, ins Bewusstsein des Individuums gelangen.

Kreatinkinase (CK)
Enzym, das der Energiegewinnung dient. Erhöhte CK-Werte im Blut können auf eine Herz- oder Muskelerkrankung hinweisen.

Laktat
Laktat ist das Salz der Milchsäure. Es wird im Organismus vermehrt bei Sauerstoffmangel (Hypoxie) gebildet. Die Normalwerte für Laktat im Blut liegen zwischen 0,22 und 1,44 mmol/L. Werte über 6,0 mmol/L gelten als kritisch.
Negative Strafe

In der Lerntheorie des Behaviourismus versteht man unter eienr negativen Strafe das Entziehen einer Belohnung (z. B. Futter)  im Gegensatz zum Zufügen einer  Strafe (z. B. Leinenruck – positive Strafe). Mehr darüber in Wikipedia unter Konditionierung.

Parvovirose
Virale Infektionskrankheit durch das Canine Parvovirus. Die Parvovirose gilt, laut Prof. Katrin Hartmann von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, als die häufigste infektiöse Todesursache bei Hunden. Die Zunahme der Parvovirose wird hierzulande durch den Import ungeimpfter oder nicht ausreichend geimpfter junger Hunde aus dem Ausland gefördert.

Retrogen
Gen, das durch äußere Einflüsse im Erbgut entstanden ist.

Schilddrüse

Im Kehlkopfbereich liegende Hormondrüse.

Serotonin
(5-Hydroxytryptamin, 5-HT) Botenstoff im Gehirn, landläufig Glücksbotenstoff genannt.

Sichthund
Andere Bezeichnung für Windhund.

TGAA
Autoantikörper gegen Thyreoglobulin.

Theory of Mind (ToM)
Die Theory of Mind wird definiert als die Fähigkeit, einer anderen Person und sich selbst Gefühle, Bedürfnisse, Ideen, Überzeugungen, Absichten, Erwartungen und Meinungen zuzuschreiben. Einige Kognitionsforscher versuchen auch bei Hunden eine Theory of Mind nachzuweisen, das ist bisher aber nicht überzeugend gelungen.

Thyreoglobulin
Vorstufe der Schilddrüsenhormone T3 und T4.

Thyroxin (T4)
Schilddrüsenhormon, wichtig für die Entwicklung von Jungtieren und den Stoffwechsel.

Trijodthyronin (T3)
Schilddrüsenhormon, wichtig für die Entwicklung von Jungtieren und den Stoffwechsel.

TSH (thyroid-stimulating hormone)
Schilddrüsen stimulierendes Hormon.

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