Entwurmungen

Grundsätzlich können sich Hunde überall mit Würmern anstecken. Bandwürmer werden vor allem über den Verzehr rohen Fleisches übertragen. Rundwurmlarven können auch zum Beispiel auch vom Boden oder dem Fell eines anderen Hundes aufgenommen werden. Auch Tiere, die die Wohnung nicht verlassen, können Würmer bekommen, weil mikroskopisch kleine Wurmeier an den Schuhsohlen eingeschleppt werden können.

Welpen können übrigens bereits im Mutterleib mit Rundwurmlarven infiziert werden oder sie nehmen die Larven mit der Muttermilch auf. Daher müssen Welpen und Mutterhündinnen besonders sorgfältig entwurmt werden.

Drei Wochen nach ihrer Geburt sollten die Welpen das erste Mal gegen Rundwürmer (Spul- und Hakenwürmer) entwurmt werden. Die Hündin sollte gleichzeitig entwurmt werden. Dann werden die Welpen alle zwei Wochen weiter entwurmt bis zwei Wochen, nachdem die Kleinen ihren letzten Schluck Muttermilch zu sich genommen haben.

Danach sollten Familienhunde, die in der Wohnung gehalten werden und ausschließlich mit Fertigfutter ernährt werden, etwa alle drei Monate gegen Rundwürmer entwurmt werden. Hunde, die rohes Fleisch bekommen oder die Flöhe hatten oder haben, müssen auch gegen Bandwürmer entwurmt werden. Denn auch Flöhe können Bandwürmer übertragen.

Hunde mit hohem Risiko, wie Jagdhunde oder Arbeitshunde in der Landwirtschaft (z. B. Schäferhunde) oder Hunde, die Mäuse und andere kleine Nager jagen, sollten einmal monatlich gegen Rund- und Bandwürmer entwurmt werden. Das gilt auch für Hunde, die eng mit Kleinkindern oder immunschwachen Menschen zusammenleben.

Bei besonderen Risikofaktoren, wie z. B. Urlaubsreisen oder Aufenthalt in einer Tierpension, sollte man sich vom Tierarzt über zusätzliche Maßnahmen beraten lassen.

Wurmbefall kann man übrigens nicht vorbeugen. Denn es gibt keine schützenden  Medikamente oder Impfungen. Alle Entwurmungen wirken nur gegen Würmer, die bereits da sind!

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