Kleine Nährstoffkunde


Eiweiße (Proteine): Proteine bestehen aus Ketten verschiedener Aminosäuren (Eiweißbausteinen) in unterschiedlicher Abfolge. Man unterscheidet essenzielle und nicht essenzielle Aminosäuren. Nicht essenzielle Aminosäuren kann der Organismus selbst herstellen. Essenzielle Aminosäuren hingegen müssen zwingend mit der Nahrung aufgenommen werden. Bei einem Mangel an essenziellen Aminosäuren kann es zu schweren Erkrankungen kommen.
Eiweiße liefern Energie und sind darüber hinaus unersetzliche Baustoffe des Organismus. Darüber hinaus sind Eiweiße an allen Prozessen im Körper beteiligt, hier nur einige Beispiele: Als Antikörper dienen sie der Abwehr von Krankheitserregern, als Enzyme helfen sie bei der Verdauung oder beim Ablesen der Erbinformation, weitere Proteine transportieren Sauerstoff im Blut.
Proteine sind in Nahrungsmitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs enthalten. Für Hunde sind tierische Proteine besonders wertvoll, denn sie sind leichter verdaulich als pflanzliche Proteine und enthalten besonders viele essenzielle Aminosäuren. Hundefutter sollte zu 35 bis 45 Prozent aus Proteinen bestehen.

Kohlenhydrate: Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen. Man unterscheidet verdauliche und nicht verdauliche Kohlenhydrate. Die verdaulichen Kohlenhydrate liefern dem Körper vor allem Energie. Kohlenhydratreiche Nahrungsmittel sind in der Regel billiger als eiweißreiche, daher stellen sie häufig den Löwenanteil im Hundefutter. Empfohlen wird ein Kohlenhydratanteil  von 45 bis 55 Prozent im Hundefutter.
Unter nicht verdaulichen Kohlenhydraten versteht man die sogenannte Rohfaser  (bekannt auch unter dem Begriff Ballaststoffe) Rohfaser kann von den körpereigenen Fermenten und Enzymen nicht verwertet werden. Die unverdaulichen Fasern können jedoch in der Nahrung gezielt eingesetzt werden, um die Darmgesundheit zu unterstützen, die Verdauung zu fördern und das Sättigungsgefühl zu verbessern.

Fette: Fette sind die Nährstoffe, die am meisten Energie liefern. Ein Gramm Fett enthält 2 – 2,5-mal mehr Kalorien als Eiweiße oder Kohlenhydrate. Fette sind des Weiteren unverzichtbar für den Transport der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Bestimmte essenzielle Fettsäuren, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, erfüllen wichtige Aufgaben z. B. beim Wachstum, der Blutgerinnung oder der Wundheilung. Der Fettanteil im Hundefutter sollte etwa fünf Prozent betragen.

Vitamine: Vitamine liefern dem Körper keine Energie, aber sie sind für den Ablauf vieler lebenswichtiger Prozesse im Organismus verantwortlich und müssen daher mit der Nahrung aufgenommen werden. Man unterscheidet wasserlösliche und fettlösliche Vitamine. Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören beispielsweise die Vitamine der B-Gruppe, zu den Fettlöslichen Vitamin A, D,E,K (Merkwort: Edeka).
Wasserlösliche Vitamine können nicht oder nur in geringem Maße gespeichert werden, daher sollten sie möglichst täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Fettlösliche Vitamine hingegen speichert der Körper. Werden fettlösliche Vitamine im Übermaß aufgenommen, kann das gesundheitsschädlich sein.

Mineralstoffen: Mineralstoffe werden in Bezug auf die Spurenelemente (s. u.) auch Mengenelemente genannte, weil man sie vergleichsweise viel höherer Menge als die Spurenelemente zu sich nehmen muss.  Viele Mineralstoffe sind sogenannte Elektrolyte, das sind Salze, die elektrische Impulse im Organismus bilden und weiterleiten. Zu den Mineralstoffen zählen zum Beispiel Natrium, Chlor, Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Diese Stoffe erfüllen wichtige Aufgaben bei der Aufrechterhaltung des Wasser- und Elektrolythaushaltes, der Nerven- und Muskelfunktion und nicht zuletzt sind sie Baustoffe für die harte Substanz von Knochen und Zähnen.

Spurenelemente: Eisen, Selen, Kupfer, Zink und viele andere chemische Elemente werden in der Ernährungslehre unter dem Begriff Spurenelemente zusammengefasst, weil sie vom Körper nur in ´Spuren` also nur in äußerst geringer Menge benötigt werden. Sie sind im Organismus für eine Vielzahl verschiedener Aufgaben, wie z. B. dem Sauerstofftransport (Eisen), der Blutbildung (Kupfer), Hautgesundheit (Zink) zuständig.

Trotz ihrer wichtigen Funktionen gilt für alle Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente: Sie können im Übermaß aufgenommen auch gesundheitsschädlich sein! Daher sollten Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich nur auf Anraten des Tierarztes oder der Tierärztin eingesetzt werden.

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