Hunde mögen nicht alleine sein

Als Rudeltiere brauchen Hunde Gesellschaft. Alleinsein ist für einen Hund ein unnatürlicher und, wenn er nicht daran gewöhnt wurde, ein beängstigender Zustand.
Welpen dürfen in den ersten zehn Lebenswochen nur minutenweise sich selbst überlassen bleiben. Ab der elften Woche sollte man die Dauer des Alleinseins schrittweise verlängern. Wenn alles gut läuft, kann der junge Hund mit vierzehn Wochen bis zu zwei Stunden und im Alter von einem halben Jahr bis zu vier Stunden alleine bleiben. Ob alles nach Fahrplan läuft oder man die Zeit des Alleinseins nur in kleineren Dosen steigern kann, hängt vom Temperament des Hundes und von den Erfahrungen ab, die er macht, während er alleine ist.
Ausgewachsene Hunde sollten täglich nicht mehr als vier und nur in Ausnahmefällen höchstens sechs Stunden am Stück alleine sein.

Dogsitting professionell und privat

Wer Vollzeit arbeitet und den Hund nicht mit zur Arbeit nehmen kann, muss die regelmäßige und zuverlässige Betreuung des Tieres während der Arbeitszeit organisieren.
Eine Möglichkeit ist die Inanspruchnahme von professionellen Dogsittern, Gassigehern, Hundepenisonen und/oder Hundetagesstätten. Das ist allerdings mit zum Teil hohen laufenden Kosten verbunden.

Wenn die Profis zu teuer sind, muss man eine private Lösung finden. Wer Glück hat, kann den Hund bei Freunden oder Verwandten unterbringen. Oder man findet einen Hundefreund, der keinen eigenen Hund halten darf oder mag, sich aber gerne um einen kümmert. Alte Menschen möchten zum Beispiel häufig keinen eigenen Hund mehr haben, genießen aber sehr die Gesellschaft eines solchen.
Eine weitere Möglichkeit stellt das dog-sharing dar: Man teilt sich das Tier mit einem anderen Hundefreund, der, ebenso wie man selbst, alleine keinen Hund halten könnte. Beispielsweise könnte man sich die Sorge um das Tier mit jemandem teilen, der andere Arbeitszeiten hat oder mit jemandem, der Zeit aber nicht genügend Geld für den Unterhalt des Tieres hat.

Genaue Absprachen treffen

Gleichgültig, ob man sich für eine professionelle oder eine private Hundebetreuung entscheidet, in allen Fällen sollte man mit dem Sitter genaue Absprachen über die Behandlung des Tieres, seine Erziehung, die Fütterung, die Regeln im Haus und in der Öffentlichkeit treffen, sonst wird der Hund nur verunsichert.

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