Der Traumhund

Für eine gelungene Mensch-Tier-Partnerschaft ist es wichtig, dass die Interessen und die Lebensweise des Halters mit dem Wesen, den körperlichen Fähigkeiten und den Bedürfnissen des Hundes zusammenpassen: Ein Halter, der mit seinem Hund Ausdauersport treiben möchte, wird mit einem Mops wahrscheinlich ebenso wenig glücklich werden, wie ein Husky mit einem Halter, der lieber Schach spielt, als joggen zu gehen.

Und das Aussehen? Selbstverständlich soll Ihnen Ihr zukünftiger Hund auch gefallen! Aber denken Sie daran: Sobald Sie und Ihr Hund zusammenleben, ist er sowieso das schönste Tier der Welt.

Der Wunschhund

Kein Hund der Welt eignet sich für alle Aktivitäten gleich gut. Das braucht aber auch kein Mensch. Doch sollte man sich genau überlegen, welche Aktivitäten man sich mit dem Hund wünscht und diese als wichtige Kriterien für die Entscheidung, welches Tier es ein soll zugrunde legen.

Fragen Sie sich beispielsweise:

  • Möchte ich mit dem Hund Ausdauersport treiben, wie z. B. joggen oder lange anstrengende Wanderungen unternehmen?
  • Gibt es einen Hundesport (z. B. Agility oder Rettungshundesport), den ich gerne mit dem Hund machen würde?
  • Habe ich Freude daran, Hunden Kunststücken beizubringen?
  • Lasse ich es lieber ruhig angehen und wünsche mir deshalb eher einen gemütlichen Begleiter als ein nimmermüdes Energiebündel?
  • Soll der Hund mich oder ein Grundstück schützen?
  • Was möchte ich noch alles mit meinem Hund machen (z. B. Frisbee spielen)?
  • Was möchte ich auf keinen Fall mit ihm tun müssen (z. B. täglich zwei Stunden flott spazieren gehen oder täglich eine halbe Stunde bürsten)?

Hund nach Maß

Ein anderer wichtiger Punkt ist, ob Ihre Lebensweise und die Bedürfnisse des Hundes zu vereinbaren sind. Neben der Zeit, die Sie täglich und zuverlässig für den Hund aufwenden können, sind auch Ihre finanziellen Verhältnisse und Ihre Wohnsituation in die Überlegungen mit einzubeziehen. Je größer der Hund, desto teurer nämlich sein Unterhalt.

Und selbstverständlich kann eine Deutsche Dogge auch in einem Einzimmerstudio im sechsten Stock glücklich sein – die Frage ist in diesem Falle eher, ob Sie noch wirklich gerne in dieser Hundehütte wohnen.

Fragen Sie sich also:

  • Wie viel Zeit kann ich tatsächlich täglich für den Hund aufbringen?
  • Wie hoch darf der monatliche Unterhalt des Tieres sein, wenn ich gleichzeitig auch noch Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben (z. B. tierärztliche Behandlungen) schaffen will?
  • Wie viel Platz kann ich für das Tier in der Wohnung erübrigen?
  • Welche meiner Lebensumstände (Wohnung in einem oberen Stockwerk ohne Aufzug) sollten bei der Auswahl des Hundes noch berücksichtigt werden?

Bevor Sie sich dann endgültig für einen Hund entscheiden, denken Sie auch an solche Kleinigkeiten wie beispielsweise, dass ein langhaariger Wuschelhund, so süß er auch sei, bei Schmuddelwetter mehr Dreck nach Hause bringt als ein kurzhaariges Tier. Oder ein noch so knuddeliger Welpe keinen Unterschied zwischen einem Louis XVI Sessel und seinem alten Hundekorb macht, wenn er seine spitzen Zähnchen ausprobieren will.

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